Hee Haw für Cowgirls and Cowboys

Part Two, Samstag, 09. Februar

Stimmungsmäßig ging es heute richtig zur Sache.

Besucher Bild: G. Krüger

Bestimmt nicht nur wegen des schlechten Wetters strömten bereits kurz nach der Eröffnung die Besucher in das Fontane-Haus. Die freundliche Begrüßung am Eingang sorgte für einen schnellen Einlass. Nicht nur an den vielen Ständen, sondern wirklich an jeder der 4 Bühnen sicherte nur sehr frühes Erscheinen einen Sitzplatz, keine Wunder, es wurde überall Musik vom Feinsten geboten.

Bemerkenswert war, dass die in den Programmheften angegebenen Anfangszeiten aller Konzerte im Wesentlichen auch eingehalten wurden. Keine nervigen und langen Umbaupausen also. Es gab wirklich für jeden Geschmack in diesem Genre etwas. Wer sich dort langweilte, hatte einfach selber Schuld.

Die friedliche Stimmung war gut und man sah keine griesgrämigen Gesichter. Das einzig (vielleicht) Negative war, die manchmal langen Schlangen an den verschiedenen Essensständen, aber das gehört dazu …

Es fällt schwer, irgendeine Band oder Soloartisten hervorzuheben. Man kann ja schließlich bei einem so breiten Angebot nicht überall zugleich sein, noch dazu, weil es natürlich zeitliche Überschneidungen bei den Konzerten gab. Alle verstanden ihr Handwerk und waren mit Herz und Seele dabei.

Saloonatmosphäre durch Can Can Girls

Stellvertretend sei vielleicht der farbenprächtige Auftritt auf der Saalbühne der Can Can Girls genannt. Zusammen mit der vorzüglichen musikalischen Begleitung durch die Lenne Rockets kam richtig Saloonatmosphäre auf. Larry Schuba und die Western Union lieferten kurz danach eine gewohnt gute Leistung ab.
Can Can Girls | Bild: W. Gaudeck

Die Sentimental Falls Band(s) brachte die Stimmung mit einer eher rockigen Performance auf einen weiteren Höhepunkt.

Pat & Bell Band | Bild: W. Gaudeck

Die gute Atmosphäre mit den dicht gedrängten Zuschauern an der Roger Boss Memorial Bühne sorgten vor allem bei den Auftritten der Ramblin´Boots , der  Groovecake Factory und der Pat & Bell Band für eine fantastische Stimmung.

Da die Auftrittszeit allen Gruppen und Solokünstlern begrenzt war, dürfte das bei einigen Zuhörern die Lust auf mehr, in Form von käuflich zu erwerbenden Tonträgern geweckt haben.

Ruhig ging es auf der Bühne bei Jörn´s Corner auch nicht gerade zu. Stevie Simpson hatte mit seiner eindrucksvollen Stimme unzählige Besucher auf seiner Seite. Das galt natürlich auch für die Auftritte von Tiny McNeela und den Country Boys.

Für die Freunde der etwas gefühlvolleren Auftritte war natürlich die Bühne „Locker vom Hocker“ geeignet.

So, nach diesem vollen Tag, „qualmten“ uns am Abend die Socken im wahrsten Sinne des Wortes. Kein Wunder, mein Fitness Tracker am Arm meldete mir eine zurückgelegte Strecke von 6,4 km nur im Fontane-Haus.

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Text: W. Gaudeck