109. Sixdays – 2. Nacht – Sprinter-Rundenrekord?

Omnium-Punktefahren Frauen Bild: G. Krüger

Gestern Abend haben unsere Lokalmatadoren Reinhard / Kneisky den letzten Madison gewonnen und die Runde Rückstand aufgeholt. Beide sind in diesem Mannschaftsfahren auch schon mehrfach Weltmeister geworden. Sie scheinen sich auch auf Anhieb zu verstehen.

Das Punkteabstand zwischen den drei Ersten ist knapp. Erster ist die niederländische – belgische  Mannschaft Stroetinga / de Pauw ( 89 Punkte), Zweite sind die französische – deutsche Mannschaft Kneisky / Reinhardt (87 Punkte) und Dritte sind die Dänen Wulff / Fredriksen. Alle anderen Mannschaften liegen, außer der aus Österreich, mindestens eine Runde zurück.

Lisa Klein,Katharine Hechler Bild: G. Krüger

Nach einem beherzten Rennen im 20 km Omnium-Punkterennen (Lisa Klein erreichte den 2. Platz) hat es die deutsche Mannschaft Lisa Klein / Katharina Hechler geschafft in der Gesamtabrechnung  als Dritte noch auf das Podium zu springen. Anfangs saht es nach einem Durchmarsch der englischen Mannschaften aus.

Wir sind gespannt, was der heutige Tag bringt.

Wir erwarten besonders bei den Sprintern den Versuch den Rundenrekord mit dem paraolimpischen Tandem, in der Besetzung Robert Förstemann / Kai Kruse zu brechen. Das Tandem wurde als olympische Disziplin gestrichen und daher sieht man es im Rennen eigentlich nur noch bei den Paraolympics, um sehbehinderten Sportlern eine Chance zum Wettkampf zu geben.

Zuerst zu dem Sprintern: Den Rundenrekord zu knacken wurde nur knapp verfehlt. Immerhin setzten sich Kruse / Förstemann vor all die anderen Sprinter. Es war ein hervorragendes Feld. Von den sieben Startern lagen sechs unter 13 Sekunden für die „Fliegende Runde“. Maximilian Levy mit 12,414 Sekunden wurde nur knapp von den Tandemfahrern (12,309 Sekunden) geschlagen. Damit haben unsere Tandemfahrer eine grandiose Leistung vollbracht.

Kruse/Förstemann Bild G. Krüger
Kruse/Förstemann Bild G. Krüger
Maximilian Lavy Bild: W.GAUDECK
Sprintergebnis 250 m

Im Interview nach ihren Zielen gefragt erklärten Kruse / Förstemann selbstbewusst: „Bei den Paraolympics wollen wir Gold holen“. Dafür trainieren sie weiter hart. Ihre Rennmaschine scheint jetzt gut zu laufen. In der Vergangenheit gab es immer wieder technische Defekte wenn sie ihre Kraft voll einsetzten.

Bei den Männern setzte sich heute dass von uns mit zu den Favoriten gezählte Team durch. Die österreichische Mannschaft Graf / Müller gewann schon in der ersten Wertung (Madison) eine Runde. Die gab sie bis zum Schluss nicht mehr ab. Zweite sind Kneisky / Reinhardt dicht gefolgt von Stroetinga / de Pauw.

Text: G. Krüger

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