Sonderausstellung in der Neuen Nationalgalerie “Josephine Baker. Icon in Motion”

Josephine Baker by George Hoyningen-Huene, 1929, © George Hoyningen-Huene Estate Archives

Vom 26. Januar 2024 – 28. April 2024 zeigt die Neue Nationalgalerie in einer Sonderausstellung “Josephine Baker. Icon in Motion”. Josephine Baker erlangte zwar Berühmtheit als Tänzerin und Sängerin auf der Bühne. Weniger bekannt sind ihre Kinofilme. Ihr Beitrag zum Film reflektiert rassistische Vorstellungen der damaligen Zeit wider.

Preview Clip: Princesse Tam Tam (1935, Josephine Baker)

Josephine Baker machte immer ihr eigenes Ding

Als Freda J. McDonald im Jahr 1906 in den Slums von Saint Louis das Licht erblicke, hatte niemand vermuten können, dass sie der erste afroamerikanische Superstar sein wird, der die Welt erobert. Als uneheliche Tochter einer Wäscherin und dem spanischen Schlagzeuger Eddie Carson sind ihre Chancen gleich null gewesen. Mit einer geringen Schulbildung musste sie als Dienstmädchen arbeiten. Nach den Rassenunruhen 1917 und so einigen emotional verstörenden Bildern im Gepäck verlässt sie endgültig ihren Geburtsort. Wird Zwangsverheiratet mit dem Zugbegleiter Willie Baker – und befreit sich aus dieser Episode ihres Lebens nach kurzer Zeit. “Ich lasse mich von niemanden einschüchtern” (Josephine Baker)

Der kometenhafte Aufstieg der Josephine Baker

© George Hoyningen-Huene Estate Archives

Mit Anbeginn der Prohibition wurde Josephine Baker als Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin bekannt. Die 1920er-Jahre brachten afroamerikanische Künstler hervor. Schlagartig wurde nach Freiheit, Befreiung und Nachtleben verlangt. Josephine Baker war ein Produkt dieser Maschinerie und bediente das Klischee der Afrikanerin – ohne selbst eine zu sein. Eine gewisse Faszination für das Exotische war Teil der in Europa vorherrschenden kulturellen Strömung jener Zeit. Ein Angebot als exotische Tänzerin im Bananenrock aufzutreten folgte bald darauf, was Josephine Baker auch annahm. Die Neue Nationalgalerie zeigt in der Sonderausstellung „Josephine Baker. Icon in Motion“ ein audiovisuelles Essay der charakteristischen Eigenschaften ihres Tanzstils – der teils erotisch und amüsant anmutet.

 

 

Auf einen Blick

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Neue Nationalgalerie
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