Sprintentscheidungen – Gold und Bronce für den Bund deutscher Radfahrer

Quentin Lafargue (Silber), Joachim Eilers (Gold), Theo Bos (Bronce)

Madison – Zweier-Mannschaft im Velodrom

Hier bilden zwei Fahrer im Velodrom eine Mannschaft. Beide befinden sich auf der Bahn, während der eine sprintet, befindet sich der andere langsamere im neutralen Bereich. Gewechselt wird durch Schleudergriff, um den neuen Fahrer auf Tempo zu bringen. Durch Punkte-Sprints und Überrundungen können Punkte gesammelt werden. Die Mannschaft mit den meisten Punkten gewinnt.
Spannung lag während des gesamten Rennens in der Luft. Zur Halbzeit lag das deutsche Team, mit den Weltmeistern, Roger Kluge und Theo Platz auf dem zweiten Platz und punktete von da an bei jeder Wertung. Nach einer Überrundung lag Dänemark weit vorn an der Spitze. Bei der letzten Wertung verpasste das deutsche Team den Anschluss und fiel hinter Großbritannien auf den dritten Platz zurück. „Aber wir sind zufrieden – wir stehen wieder auf dem Podest und sammeln fleißig Punkte für die Olympiaqualifikation“, sagte Kluge.

Siegerehrung Madisio
Joachim Eilers

1000 Meter Zeitfahren
Das 1000 Meter fahren, ist ein Kampf gegen die Uhr. Gestartet wird aus einer Startmaschine. Die besten acht Fahrer kommen in das Finale. Der Sieg gebührt dem, der die schnellste Zeit erreicht.

Joachim Eilers setze sich im 1000-Meter-Sprint gegen Quentin Lafargeue und Theo Bos durch. Nach der Siegerehrung meinte er, er hätte versucht sich in den Vorläufen etwas zu „schonen“. Trotzdem sei es ihm schwergefallen so spät noch, richtig Tempo zu bolzen. Er sei froh, dass es für Gold gereicht hätte. Aber gerade seine letzte Runde machte den entscheidenden Unterschied zu den anderen Fahrern, nur so konnte er sich diesen Sieg sichern.

Sprint

bedeutet Zeitfahren über 200 Meter mit fliegendem Start. Die schnellsten Fahrer qualifizieren sich. Ab dem Achtelfinale fahren jeweils zwei Fahrer über drei Runden die Qualifikation für die nächste Runde aus. Ab dem Viertelfinale siegt der Sportler, der zweimal den Sprint gewinnt.
Im Sprintwettbewerb der Frauen beim Bahn-Weltcup in Berlin belegte Emma Hinze aus Cottbus den fünften Platz.

Text und Bilder: Gerd Krüger