„Titanen der Rennbahn“ – Der Abschied

W. Gaudeck

Wer nicht in Brück war, versäumte etwas!

W. Gaudeck

Die Titanen der Rennbahn fanden nach 20 Jahren nun letztmalig vom 23. bis zum 26. Juni statt. Nach dem sehr warmen Eröffnungstag am Freitag blieb auch am Samstag und Sonntag das Wetter konstant heiß mit Temperaturen um die 30 Grad.

Neben den diversen sportlichen Wettbewerben am Samstag, wie dem Rennreiten, den Wagenrennen der 2- und 4-Spänner, den Hindernisfahren der leichten und schweren Klassen gab es jeweils abends noch das Römer-Wagenrennen. Die neue Herausforderung für Pferde, Reiter und Gespanne – die Wippe wurde in fast allen möglichen Wettbewerben eingebaut.

Die verschiedenen Schaubildblöcke und Siegerehrungen lockerten an beiden Tagen das Ganze auf. Die Hitze konnte durch die abwechslungsreichen Angebote im kulinarischen und Getränkebereich „bekämpft“ werden.

Bevor es zum letzten Höhepunkt des Samstagsabend dem Sommernachtsball mit der Live- Band „Four Roses“ kam, fand der großen Umzug am Samstagabend in Brück statt.

Sonntag mit neuen Prüfungen

Der Sonntag verlief in ähnlicher Weise mit den Wettkämpfen im Hindernisrennen, der großen Zugleistungsprüfung der schweren 4–Spänner wie schon an den Vortagen. Das spannende Rennreiten mit den Schweren war sicher ein besonderer „Hingucker“ ebenso wie das beeindruckende der gemischten zwei- und vier-Spänner. Großen Respekt bezüglich der enormen Zugleistung ernteten die stärksten Kaltblüter der leichten und schweren Klasse des Championats.

Zum Abschluss gab es nochmals das bayrische Schaubild, mit „Alpenpower“, ein Team aus Bayern mit der Post-Quadrille. 24 Pferden zeigten zwölf Mal zweispännig eine „ungarische Post“. Je zwei Pferde laufen im Galopp nebeneinander und ein Reiter steht obendrauf.

Einige der Kaltblüter konnte man in den verschiedenen Wettbewerben im Teilnehmerfeld begrüßen und dabei auch ihre Vielseitigkeit bewundern. Der „kleine Onkel“ wurde mindestens in drei Wettbewerben als Sieger ermittelt. Glückwunsch an die als „Pippi Langstrumpf“ kostümierte Reiterin.

Ein weiterer Höhepunkt war die Herde der Wildpferde, der „Koniks“, die von der separaten Weide quer durch das Gelände auf die Bahn und den Innenraum gebracht wurde. Es sah schon spektakulär aus, wie diese kleine Herde über das Gelände bewegte. Unter den Zuschauer gab es neben vielen „Aahs“ und „Ohhs“ immer wieder Beifall für diese gelungene Darbietung.

Der große Schatten der Dächer und dem damit verbundenen leichten Wind unter den Tribünen sorgten dafür, dass sie an den drei Tagen von rund 30.000 Zuschauern dicht besetzt waren. Wer ganz nah dran am Geschehen auf der Bahn sein wollte, fand auf das Geländer gelehnt, eine mit Wasser gekühlte Reling vor. Klasse Idee. Eine angenehme, kühle Überraschung an den Armen.

Am Sonntag hatten wir zum Abschluss noch ein längeres Gespräch mit einem der Veranstalter, Thomas Haseloff. Ihm war es gelungen, auch für diese letzte Veranstaltung noch einmal neue Sponsoren zu gewinnen. Neben Informationen zum Ablauf der aktuellen Veranstaltung gab es von uns natürlich noch Fragen zu den Gründen der Beendigung der 20- jährigen Veranstaltungsreihe. Das Bedauern der von großen Teilen der Besucher und vor allem der vielen Teilnehmer konnte er gut nachvollziehen.

Abschließend wollten wir von ihm wissen, was es mit den „herumgeisternden“ Gerüchten auf sich hatte. Keines der Gerüchte konnte er bestätigten. Thomas Haselhof erklärte aus seiner Sicht die bereits bekannten Gründe des Schlusses der „Titanen“, die mehrheitlich im privaten Bereich liegen.

Ihm war auch die Erleichterung anzumerken, dass die Verantwortung und Belastung nach den letzten beiden, sicher schwierigen Jahren u.a. mit der Pandemie nun beendet waren.

Nach dem Hindernisfahren der 6-Spän er bildete 12-spännige Römerwagen den absoluten Abschluss der Veranstaltung. Die noch zahlreichen anwesenden Zuschauer dürften dies mit einem lachenden und einem weinenden Auge begleitet haben.

Damit war Schluss für die „Titanen“ und das war es dann.

Wer jetzt einen langsamen Abschied auf Raten bevorzugt, sollte sich die vielen Fotos und kleinen Filmchen auf der Webseitenicht entgehen lassen.

 

W. Gaudeck
G. Krüger

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