Britzer Garten

Britzer Garten im Winter

Frostige Kälte, dunkle Wolken und doch blitzt das blau des Himmels hindurch. Noch fällt kein Schnee und die Wiesen sind mit grün bedeckt. Auch im Winter ist der Britzer Garten ein Bild der Idylle. Den Landschaftspark „Britzer Garten“ gibt es seit nunmehr 30 Jahren, er liegt nahe Mariendorf und bietet auf 90 Hektar Fläche einen Naherholungsort aus Natur und Gartenkunst für die ganze Familie.

Der See

Ein künstlich angelegter See, der circa zehn Hektar misst, wurde rund um den Kalenderplatz und der Festwiese angelegt. Die Ufer erscheinen malerisch und lassen selbst im Winter die Bäume ums Wasser weich erscheinen. Der Wind bewegt das restliche Laubwerk der Bäume nach Lust und Laune. Die Blätter lassen los und bedecken teilweise die Wiesen. Wie bei einem Neuanfang – alles stirbt und gibt die restliche Energie an den Boden zurück, um im Frühling in Fülle und Pracht aufzublühen. Als der Britzer Garten 1985 zur Bundesgartenschau [ BUGA ] geschaffen wurde, wurde er auf Geröll- und Sandboden angelegt und mit Mutterboden bedeckt.

Durch das Pumpenhaus, was nahe des „Café am See“ liegt, wird das Grundwasser aus fünfzig Metern Tiefe gepumpt und versorgt nicht nur den See, sondern auch die Quellen und Bäche. Selbst die Geräuschkulisse, die die Gäste des Britzer Gartens täglich erfreut, wird vom Pumpenhaus aus gesteuert.

Die Rhizomatische Hauptbrücke

Brücken verbinden wie zärtliche Umarmungen, lassen den Spaziergänger unbelastet von Gedanken in die Ferne blicken oder wie im Britzer Garten auf den See um die Winter-Sonnenstrahlen genießen, selbst wenn der Himmel bedeckt ist. Eine der wohl schönsten Verbindungen zwischen Land und Wasser ist die Rhizomatische Brücke. Die *Rhizomatische Hauptbrücke im Britzer Garten ist eine auf Pylonenpfostenfüße gestellt Holzkonstruktion. Risomantik steht in diesem Fall für die Wandlung und Ausdehnung bis hin zur Eroberung des Sichtfeldes. Die Rhizomatische Brücke grenzt das Baum -und Wurzelgeflecht vom Wasser ab und erobert das Sichtfeld des Spaziergängers.[*Rhizom. botanische Terminus aus dem griech. ῥίζωμα ‘Wurzelwerkʼ]

Das „Café am See“

Das Café am See gleicht einem großen Maulwurfshügel und wurde von dem Architekten Engelbert Kremser 1985 zur
Bundesgartenschau [BUGA] nach einer Erdbautechnik entworfen. Erdbautechniken sind organische Formen und spiegeln die Versöhnung von Mensch und Natur wieder. Ermutigt wurde Engelbert Kremser in jungen Jahren von dem aus Oberschlesien stammenden Kunstmaler Bolesław Juszczęć. Weitere Bauwerke finden sich im Botanischen Garten in Berlin, hier nutzte der  Architekt organische Formen aus Stahl und Glas.

Den Maulwurfshügel selbst umgibt eine Teichanlage, in der riesige Karpfen schwimmen und auf Zuruf auf den ein oder anderen Besucher reagieren.

Die Tiere im Britzer Garten

Nicht nur Insekten finden einen Platz im Britzer Garten, sondern auch Füchse, Schafe, Ziegen, Esel, allerlei Vögel und Fische im Teich. Die Tiere in den Gehegen kann man streicheln oder bürsten und mit etwas Glück begegnet man den Wildtieren am Wegesrand.

Spielplätze des Britzer Gartens

Der Britzer Garten hat insgesamt zwei große Spielplätze und ältlich verstreute Schaukelanlagen auf dem gesamten Gelände. Ein Wasserspielplatz, der Kinder im Sommer zum Planschen auffordert und dem Lehmdorf, dass sich gerade in Wintertagen zum Toben eignet. Die Erwachsenen können den Kindern auf nahe gelegenen Bänken beim Spielen zusehen und brauchen keinen Gedanken auf Bedrohungen, die vom Straßenverkehr herrühren könnten zu achten.

Anfahrt zum Britzer Garten

Weitere Informationen finden Sie unter Britzer Garten